Über Blitz und Donner
Blitz ist eine natürliche elektrische Entladung in der Atmosphäre. Studien schätzen, dass weltweit etwa 30 bis 100 Wolke-Erde- und Wolkenentladungen pro Sekunde auftreten—rund 9 Millionen pro Tag. Wie Blitz in Gewitterwolken entsteht, ist weiterhin Forschungsthema; in Nature Scientific Reports und anderswo veröffentlichte Arbeiten deuten darauf hin, dass relativistische Runaway-Elektronenlawinen (RREA) und elektrische Felder um 1,8–2,0 kV/cm bei der Auslösung von Entladungen eine Rolle spielen.
Donner ist das Geräusch, das entsteht, wenn der Blitzkanal die umgebende Luft in einem Bruchteil einer Sekunde auf etwa 20.000–30.000 K erhitzt. Diese schnelle Erhitzung erzeugt eine Stoßwelle, die mit etwa 3.000 m/s nach außen läuft, bevor sie in eine Schallwelle übergeht. Wenn sie dein Ohr erreicht, breitet sie sich mit Schallgeschwindigkeit (etwa 343 m/s auf Meereshöhe) aus—daher hörst du den Donner nach dem Blitz.
Blitz kann Röntgen- und Gammastrahlung erzeugen und weist Zeitskalen von Zehnern von Nanosekunden bis fast einer Sekunde für eine vollständige Entladung auf. Die Karte oben zeigt Live-Detektionen des Blitzortung-Netzwerks.